Connemara-Pony

Conemara-Pony
Conemara-Pony

Connemara - eine bergige Region voller Moore und Steine dehnt sich zwischen Galway und Westport in Irlands Westen aus. Begrenzt vom Atlantik im Westen und den großen Seen Lough Corrib und Lough Mask im Osten. Das ist die Landschaft, aus der das Conne-marapony stammt. Eine Umgebung von eingzigartiger Schönheit und Wildheit, die karg, unwirtlich und sogar feindlich für ihre Bewohner sein kann.

Das Connemarapony ist Irlands einzige "native" Ponyrasse und wird seit Urzeiten als Reit- und Arbeitspony genutzt. Während der Jahrhunderte wurde das ursprüngliche keltische Ponys durch verschiedene andere Rassen beeinflusst, die Invasoren oder Händler nach Irland brachten. Gerüchten zufolge schwammen die edlen spanischen Pferde ans rettende Ufer, als die berühmte Armada vor Irlands Küste sank. Sie verwilderten und mischten ihre Gene mit den einheimischen Ponys. Es ist jedoch eine Tatsache, dass Professor Ewart von der Universität Edinburgh im Jahre 1900 das Connemarapony studierte und beeindruckt war von "der Stärke, Ausdauer und Leichtfüßigkeit der Ponys", "ihrer Intelligenz und Gelehrigkeit" und von ihrer "Fähigkeit unter Bedingungen zu arbeiten, die sich für Pferde, die unter weniger natürlichen Bedingungen aufgewachsen wären, schnell als katastrophal erweisen würden". Ewart schlussfolgerte, dass dieses Pony gerettet werden müsse, denn "die Rasse Connemara ist so wertvoll und fruchtbar und frei von erblichen Krankheiten, dass ihr Aussterben ein nationaler Verlust wäre".

Sein Bericht hatte 1923 die Gründung der Connemara Pony Breeders' Society zur Folge, die seither für die Rasse verantwortlich ist. Ihre Aufgaben sind die Förderung der Zucht von Connemaraponys, deren Entwicklung und Erhaltung als eigenständige Rasse, die Begutachtung (Inspection) aller Ponys vor der Aufnahme in das Stutbuch, den Züchtern registrierte Hengste an geeigneten Orten zur Verfügung zu stellen, die Mitglieder in Zucht- und Entwicklungsfragen zu unterstützen.

In den folgenden Jahren wurden Stuten und Hengste sehr gründlich selektiert. Eine begrenzte Anzahl von Vollblut-, Araber- und Irish Draught-Hengsten wurden mit besonders typischen Stuten angepaart, um Gebäude und Bewegung zu verbessern. Der Einfluss von Berber- und Welshhengsten, die kurzfristig genutzt wurden, ist gering. 1963 wurde das Stutbuch geschlossen. Somit können nur noch Ponys mit registrierten Vorfahren aufgenommen werden.

Connemaras sind in jeder reitsportlichen Disziplin zuhause. Ihre Vielseitigkeit ist unschlagbar! Connemaras haben alle Kontinente erobert, in den sechziger Jahren kamen die ersten Ponys nach Deutschland. Die aktuelle Population dürfte bei über 1.000 Tieren liegen. Genaue Zahlen sind leider nicht verfügbar, da es hierzulande kein zentrales Register gibt.

Heutzutage sind Connemaras eher große Ponys, meist zwischen 140 und 148 cm Stockmaß, manchmal auch darüber, wodurch sie insbesondere auch für erwachsene Reiter interessant werden. Die Popularität der Connemaras beruht auf ihrem ruhigen, umgänglichen Wesen. Aber sie gehen auch gerne vorwärts, sind schnell und wendig, mutig, ausdauernd und hart. Umgänglichkeit und Freundlichkeit machen das Connemara zu einem echten Familienpony. Aufgrund seiner Herkunft eignet es sich bestens für die Offenstallhaltung, wo es sich als leichtfuttrig und langlebig erweist.

Zehnkampf ist die Lieblingsdisziplin der Connemaras. Sie können reiten (Dressur, Springen, Vielseitigkeit, Distanz, Jagd, Western - oder einfach nur zum Spaß), Fahren, Voltigieren - wie Sie möchten. In Deutschland werden die meisten Connemaras freizeitmäßig geritten, doch es gibt auch hierzulande Ponys, die auf nationaler und internationaler Ebene starten. Immer mehr Fahrer entdecken das Connemarapony für ihren Sport. Berühmt jedoch ist das Connemarapony vor allem für sein Sprungvermögen und seine einzigartige Trittsicherheit im Gelände.

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